Wichtiger Hinweis: Diese Studie steht in keinem Zusammenhang mit Lipogems®
Christian Krautz, Steffen Wolk, Anja Steffen, Klaus-Peter Knoch, Uta Ceglarek, Hans-Detlev Saeger, Michele Solimena, Stephan Kersting · Cell Transplantation · 2011
Die Forschung befasst sich mit Medikamenten für Inselzelltransplantationen, nicht mit Fettgewebstherapie
Diese Arbeit von Krautz und Kollegen untersucht, wie verschiedene immunsuppressive Medikamente transplantierte Inselzellen bei Mäusen beeinflussen. Sie befasst sich nicht mit Lipogems® oder anderen auf Fettgewebe basierenden Behandlungen. Wir möchten transparent darlegen, was diese Forschung tatsächlich umfasst.
Inselzelltransplantation bei Diabetes verstehen
Die Inselzelltransplantation ist ein Verfahren, bei dem insulinproduzierende Zellen aus einer Spenderbauchspeicheldrüse in eine Person mit Typ-1-Diabetes eingesetzt werden. Dies unterscheidet sich grundlegend von Lipogems®-Behandlungen. Inselzelltransplantationen erfordern lebenslang immunsuppressive Medikamente. Diese Medikamente verhindern, dass Ihr Körper die Spenderzellen abstößt. Allerdings können diese Medikamente selbst Probleme verursachen.
Was die Forscher an Mäusen getestet haben
Die Studie untersuchte vier gängige immunsuppressive Medikamente:
Tacrolimus
Sirolimus
Everolimus
Mycophenolatmofetil (MMF)
Die Wissenschaftler wollten herausfinden, ob diese Medikamente die Vermehrung von Betazellen (insulinproduzierenden Zellen) hemmen. Sie transplantierten Inselzellen in diabetische Mäuse. Anschließend verabreichten sie verschiedenen Gruppen jeweils eines der Medikamente über vier Wochen.
Einige Medikamente blockierten das Zellwachstum stärker als andere
Die Ergebnisse zeigten deutliche Unterschiede zwischen den Medikamenten:
Sirolimus und Everolimus reduzierten das Betazellwachstum signifikant
Tacrolimus senkte ebenfalls die Zellvermehrungsrate
MMF beeinträchtigte das Betazellwachstum im Vergleich zu unbehandelten Mäusen nicht
Tiere, die keine immunsuppressiven Medikamente erhielten, hatten die beste Blutzuckerkontrolle. Alle behandelten Gruppen wiesen höhere durchschnittliche Blutzuckerwerte auf.
Warum dies für Patienten mit Inselzelltransplantation wichtig ist
Betazellen müssen sich vermehren, um ihre Anzahl über die Zeit aufrechtzuerhalten. Wenn Medikamente diesen Erneuerungsprozess stoppen, können transplantierte Inselzellen allmählich versagen. Die Forscher legen nahe, dass MMF die bessere Wahl sein könnte. Es kontrolliert die Immunabstoßung und ermöglicht gleichzeitig das weitere Wachstum der Betazellen.
Diese Forschung ist nicht auf die Lipogems®-Behandlung anwendbar
Lipogems® verwendet Ihr eigenes aufbereitetes Fettgewebe. Es erfordert keine immunsuppressiven Medikamente, da die Zellen aus Ihrem eigenen Körper stammen. Diese Studie liefert keine Informationen über die Wirksamkeit von Lipogems® bei irgendeiner Erkrankung. Wenn Sie Lipogems® bei diabetesbezogenen Beschwerden in Betracht ziehen, besprechen Sie bitte entsprechende Forschungsergebnisse mit Ihrem behandelnden Arzt.
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Quelle: Krautz et al., Cell Transplantation, 2011.
Originalpublikation
Effects of immunosuppression on proliferation in transplanted islets
Christian Krautz, Steffen Wolk, Anja Steffen, Klaus-Peter Knoch, Uta Ceglarek, Hans-Detlev Saeger, Michele Solimena, Stephan Kersting · Cell Transplantation · 2011
Background: The antiproliferative effects of immunosuppressive drugs such as sirolimus and tacrolimus used in human islet transplantation interfere with the capacity of β cells to balance cell renewal and cell loss. This feature may be an important contributor to progressive graft dysfunction in islet transplant recipients over time. We analyzed the influence of different immunosuppressants on ɑ and β cell proliferation and transplant outcome following syngeneic β cell transplantation in mice. Methods: Syngeneic islets (300 IP) were injected into the right liver lobes of C57BL/6 diabetic recipients. Osmotic pumps filled with bromodeoxyuridine (BrdU)(control) or BrdU and an immunosuppressant [tacrolimus, sirolimus, everolimus, or mycophenolate mofetil (MMF)] were implanted. Glycemic control was assessed using glucose tolerance tests. After four weeks, proliferation of ɑ and β cells was detected by BrdU incorporation. In addition, fractional β cell area and average β cell size was determined by morphometric analysis. Results: The average blood glucose levels were significantly higher in all treatment groups compared to controls. Glucose tolerance was improved only in control animals (P 0.009). The fractional β cell area and β cell proliferation in MMF-treated mice were comparable to control mice (P= 0.66). In contrast, treatment with everolimus and sirolimus led to a significant reduction in β cell proliferation and fractional β cell area. While transplanted β cells from animals treated with tacrolimus also presented a reduced replication rate (P= 0.023), the fractional β cell area was not affected compared to untreated controls (P= 0.72). Conclusions: Our …