Forschung zur operativen Behandlung von Fingergelenksteifigkeit verstehen
G. Abbiati, G. Delaria, E. Saporiti, M. Petrolati, C. Tremolada · Journal of Hand Surgery (British and European Volume) · 1995
Diese Studie stammt aus der Zeit vor der Lipogems®-Technologie
Diese Forschungsarbeit aus dem Jahr 1995 untersuchte einen chirurgischen Ansatz zur Behandlung chronischer Fingergelenksteifigkeit, die speziell das proximale Interphalangealgelenk (PIP-Gelenk) betrifft – das mittlere Gelenk Ihres Fingers. Die Studie konzentrierte sich auf die traditionelle chirurgische Lösung in Kombination mit Schienenbehandlung. Sie beinhaltet weder Lipogems® noch andere regenerative Behandlungsverfahren, da diese Technologie erst später entwickelt wurde.
Schwere Kontrakturen nach jahrelanger Steifigkeit behandelt
Die Forscher behandelten 19 Patienten, deren Finger in einer gebeugten Position fixiert waren. Diese Patienten konnten ihre Finger nicht strecken, wobei die Bewegungseinschränkungen zwischen 70 und 90 Grad lagen. Einige lebten bereits seit 24 Jahren mit dieser Steifigkeit. Alle hatten Frakturen, Verstauchungen oder andere Verletzungen erlitten. Viele waren andernorts mit längerer Ruhigstellung und unzureichender Physiotherapie behandelt worden.
Fast die Hälfte der Patienten hatte bereits andere Behandlungen ohne Erfolg versucht. Fünf hatten sich früheren Korrekturoperationen unterzogen. Neun hatten eine forcierte Mobilisation unter Narkose erhalten, nur um zu erleben, wie ihre Steifigkeit innerhalb von Wochen zurückkehrte.
Die Operation löste straffe Strukturen um das Gelenk
Der chirurgische Eingriff umfasste einen Schnitt an der Seite des Fingers. Die Chirurgen durchtrennten und entfernten sorgfältig Gewebe, das das Gelenk in der gebeugten Position fixiert hielt:
Die Palmarplatte (eine Struktur auf der Handflächenseite des Gelenks)
Check-rein-Ligamente (kleine Bänder, die die Streckung begrenzen)
Das akzessorische Kollateralband
Die Hauptkollateralbänder wurden erhalten, um die Fingerstabilität zu gewährleisten. Sämtliche Verwachsungen wurden sorgfältig gelöst. Der Eingriff wurde unter Lokalanästhesie durchgeführt, sodass die Patienten ihren Finger während der Operation aktiv bewegen konnten.
Die meisten Patienten erreichten vollständige oder nahezu vollständige Streckung
Nach der Operation und Rehabilitation erreichten 11 von 19 Patienten (58 Prozent) eine vollständige Fingerstreckung. Die übrigen acht Patienten hatten nur eine geringfügige Reststeifigkeit zwischen 10 und 15 Grad. Alle Patienten behielten ihre Verbesserung während der Nachbeobachtungszeiträume bei, die von sechs Monaten bis über vier Jahre reichten.
Die Rehabilitation erforderte zwei bis vier Monate konsequenter Schienenbehandlung und Übungen. Die Patienten trugen dynamische Schienen tagsüber und nachts. Acht Patienten erlebten anhaltende Schmerzen für etwa zwei Monate und benötigten Anpassungen ihrer Schienenbehandlung.
Es wurden keine schwerwiegenden Komplikationen berichtet
Der chirurgische Ansatz erwies sich als sicher. Es traten keine Infektionen oder Hautprobleme auf. Die Fingerstabilität blieb in allen Fällen erhalten. Die Griffstärke blieb unverändert. Nur ein Patient hatte nach der Behandlung weiterhin leichte Schmerzen. Alle 19 Patienten zeigten sich mit ihren Ergebnissen zufrieden, und viele konnten während ihrer Genesungsphase arbeiten.
Was dies für Lipogems®-Behandlungsoptionen bedeutet
Diese Studie beschreibt eine rein mechanische chirurgische Lösung für schwere, langjährige Fingerkontrakturen. Obwohl wirksam, beinhalten solche Eingriffe Gewebeentfernung und monatelange intensive Rehabilitation.
Lipogems® stellt einen anderen Ansatz zur Heilung dar. Diese Technologie verwendet mikrofragmentiertes Fettgewebe (speziell aufbereitetes Fett) aus Ihrem eigenen Körper. Das Gewebe enthält Perizyten und mesenchymale Stammzellen, die die natürlichen Reparaturprozesse Ihres Körpers unterstützen.
Für Patienten mit Gelenksteifigkeit oder verwandten Erkrankungen kann Lipogems® potenzielle Vorteile bieten:
Minimalinvasives Verfahren mit körpereigenem Gewebe
Erhalt der natürlichen Heilungsmechanismen
Keine Entfernung von Gelenkstrukturen
Es ist jedoch wichtig zu verstehen, dass diese Studie aus dem Jahr 1995 Lipogems® nicht für Fingerkontrakturen untersucht. Wenn Sie Behandlungsoptionen für chronische Fingersteifigkeit in Betracht ziehen, besprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob Ihr Zustand von regenerativen Ansätzen, traditioneller Chirurgie oder anderen Interventionen profitieren könnte. Der Schweregrad und die Dauer Ihrer Kontraktur, frühere Behandlungen und Ihr allgemeiner Gesundheitszustand werden alle bei der Bestimmung des am besten geeigneten Behandlungswegs berücksichtigt.
Quelle: Abbiati et al., Journal of Hand Surgery (British and European Volume), 1995.
Originalpublikation
THE TREATMENT OF CHRONIC FLEXION CONTRACTURES OF THE PROXIMAL INTERPHALANGEAL JOINT
G. Abbiati, G. Delaria, E. Saporiti, M. Petrolati, C. Tremolada · Journal of Hand Surgery (British and European Volume) · 1995
A method of treatment of chronic flexion contractures of the PIP joint is presented, with the results obtained in 19 patients treated between 1989 and 1992 after a follow-up of from 6 to 53 months. The flexion contractures, with an extension deficit which ranged between 70 and 90°, had been present for a period of between 2 months and 24 years. Our treatment program involves the surgical release of the unreducible PIP joint followed by the use of static and/or dynamic splints. Surgery is performed using a midlateral approach; the accessory collateral ligament and the flexor sheath are incised and, after the volar plate and check-rein ligaments have been excised, forced hyperextension is applied. The main collateral ligaments are carefully spared and freed from the condyle if there are any remaining adhesions. In our 19 patients, complete extension of the finger was achieved in 11 cases (57.9%); in the remaining 8 …